03/10/2026 0 Kommentare
Viele Fragen, noch keine fertigen Antworten – Neues aus dem Bauausschuss
Viele Fragen, noch keine fertigen Antworten – Neues aus dem Bauausschuss
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Viele Fragen, noch keine fertigen Antworten – Neues aus dem Bauausschuss
Wer sich mit Immobilien beschäftigt, weiß: Einfache Antworten gibt es selten. Das gilt zurzeit auch für unseren Bauausschuss. Viele Fragen hängen miteinander zusammen, Entscheidungen müssen langfristig gedacht werden – und manches ist noch nicht spruchreif. Trotzdem möchten wir Sie mitnehmen und darüber informieren, womit wir uns derzeit beschäftigen.
Vor den Sommerferien lag ein Schwerpunkt auf dem Stephanusweg in Lüdinghausen. Mit dem geplanten Umzug unseres Kindergartens ist eine gute Ausgangslage entstanden, um über die zukünftige Nutzung und Vermarktung des gesamten evangelischen Geländes nachzudenken.
Aktuell richtet sich der Blick besonders nach Seppenrade. Für die dortige Kirche und das Grundstück werden derzeit zwei unterschiedliche Möglichkeiten geprüft. Bei einer Variante könnte die Kirche nebst Grundstück verkauft, aber als Gebäude in Nutzung durch den Käufer erhalten bleiben. Eine andere Möglichkeit wäre eine gemeinsame Entwicklung der Flächen mit der Stadt unter Einbeziehung der öffentlichen Parkplätze. In diesem Fall würde das Kirchengebäude nicht erhalten.
Damit stehen wir vor einer schwierigen Abwägung: Natürlich wäre es schön, wenn die Kirche im Ortsbild von Seppenrade erhalten bleiben könnte. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung dafür, mit dem Vermögen unserer Gemeinde wirtschaftlich und zukunftsorientiert umzugehen. Wie viel darf uns der Erhalt eines Gebäudes kosten? Wo liegt eine vertretbare Grenze?
Diese Fragen betreffen inzwischen nicht mehr nur Lüdinghausen. Mit Blick auf unsere zukünftige gemeinsame Gemeinde tragen wir auch Verantwortung gegenüber den Kirchengemeinden Olfen, Senden und Mirjam. Wie berichtet, werden wir uns voraussichtlich im Januar 2028 mit diesen Gemeinden unseres Kooperationsraumes vereinigen. Schon jetzt gilt, dass bauliche Fragen (Überplanungen von Grundstücken gegen Erbpacht, Veräußerungen, Sanierungen, oder auch der Erhalt von Gebäuden nicht ohne Absprache im Raum entschieden werden dürfen. Es braucht ein Gesamtkonzept. Die Entscheidungen, die wir heute treffen, wirken sich damit auch auf die finanziellen Möglichkeiten der künftigen Gesamtgemeinde aus.
Parallel beschäftigen wir uns mit der Frage, ob das Pfarrhaus in Lüdinghausen künftig das Gemeindezentrum ersetzen könnte. Auch hier steckt der Teufel im Detail: Barrierefreiheit, energetische Sanierung und ein sinnvolles Raumkonzept müssen ebenso geprüft werden wie die Kosten. Denkbar wäre beispielsweise, die Gemeinderäume auf das Erdgeschoss zu konzentrieren und die oberen Etagen gewerblich zu vermieten. Ob eine solche Lösung tatsächlich sinnvoll und langfristig finanzierbar ist, wird derzeit geprüft. Dabei müssen neben den Investitionen auch die späteren laufenden Kosten und notwendigen Abschreibungen berücksichtigt werden.
Und Nordkirchen? Auch dort stehen Veränderungen an. Die weitere Vermarktung von Kirche und Gemeinderäumen muss derzeit allerdings etwas warten. Denn auch für einen engagierten ehrenamtlichen Bauausschuss gilt: Zu viele Baustellen gleichzeitig lassen sich nicht verantwortungsvoll bearbeiten.
Deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Mitglieder unseres Bauausschusses. Sie bringen viel Zeit und vor allem ihre unterschiedlichen fachlichen Kenntnisse ein, prüfen Möglichkeiten, rechnen, diskutieren und wägen ab.
Noch sind viele Entscheidungen offen. Sobald aus den verschiedenen Überlegungen konkrete und belastbare Vorschläge werden, werden wir weiter darüber informieren und vor einer Entscheidung auf jeden Fall eine Gemeindeversammlung einberufen.
Denn bei allen schwierigen Entscheidungen geht es am Ende um dasselbe: gute und tragfähige Lösungen für die Zukunft unserer Gemeinde zu finden.
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