18/04/2026 0 Kommentare
Rückblick auf die Gemeindeversammlung am 12. April
Rückblick auf die Gemeindeversammlung am 12. April
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Rückblick auf die Gemeindeversammlung am 12. April
Wie geht es weiter mit unserer Gemeinde? Diese Frage bewegt viele – und sie war am 12. April im wahrsten Sinne des Wortes spürbar. Rund 60 Gemeindeglieder kamen zur Gemeindeversammlung zusammen, hörten zu, fragten nach, dachten mit. Ein Abend, der gezeigt hat: Das Interesse ist groß, die Verbundenheit ebenso.
Ein besonderer Moment lag dabei schon in der Luft: Ende April wird Pfarrer Ansbert Junk offiziell verabschiedet. Sein Weggang markiert eine Veränderung, die viele bewegt. Für seinen Dienst und sein Engagement in unserer Gemeinde gilt ihm schon jetzt großer Dank und die besten Wünsche für seinen weiteren Weg.

Mit Blick nach vorn wurde deutlich, wie die pastorale Versorgung künftig gestaltet wird: Unsere Gemeinde wird durch das interprofessionelle Pastoralteam (IPT) gemeinsam mit den Nachbargemeinden begleitet. Im Bevollmächtigenausschuss wird Stefan Benecke (Pfarrer in Senden) mitwirken, im Bauausschuss ist Stefan Schafflick (Pfarrer in Mirjam (Ascheberg-Drensteinfurt) beteiligt, und für Kasualien steht Thorsten Melchert (Pfarrer in Olfen) zur Verfügung.
Auch zur Neubesetzung der Pfarrstelle gab es konkrete Informationen: Nach Genehmigung durch die Landeskirche wird die Stelle zeitnah ausgeschrieben, Bewerbungsschluss ist der 31. Mai. Das anschließende Auswahlverfahren wird gemeinsam von den beteiligten Presbyterien gestaltet – eine Folge der pastoralen Verbindung. Diese Form der Zusammenarbeit bedeutet: Die Gemeinden bleiben eigenständig, teilen sich aber Pfarrstellen und gestalten die pastorale Arbeit enger miteinander. Eine Struktur, die vielerorts bereits gelebt wird und auch für unsere Region an Bedeutung gewinnt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung lag auf der Gebäudesituation. Die finanziellen Herausforderungen sind erheblich, gleichzeitig hat die Landeskirche das Ziel der Klimaneutralität beschlossen. Seit Januar arbeitet daher ein Bauausschuss intensiv daran, tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Dabei wird offen und realistisch geprüft: Alle Gebäude – mit Ausnahme der Kirche an der Burg – werden auf mögliche Vermarktung hin betrachtet. Gleichzeitig werden konkrete Alternativen entwickelt, damit das Gemeindeleben auch in Zukunft seinen Raum behält.
Für die Auferstehungskirche in Seppenrade könnte das Heimathaus im Rosengarten eine neue Heimat bieten – für Gottesdienste ebenso wie für Gruppen. Perspektivisch könnten sogar Glocken und Kreuz dorthin mitgenommen werden.
Für die Kreuzkirche in Nordkirchen wird das Bürgerhaus in Nordkirchen als mögliche Alternative in den Blick genommen.
Für das Stephanus-Gemeindezentrum könnte das Pfarrhaus eine Lösung sein – vorausgesetzt, die Barrierefreiheit lässt sich entsprechend umsetzen. Damit wäre ein geplanter Anbau an die Kirche an der Burg nicht mehr erforderlich.
Der Bauausschuss ist bereits in zahlreichen Gesprächen – mit der Stadt, mit Investoren und weiteren Interessierten. Sobald Entscheidungen konkreter werden, wird die Gemeinde informiert. Parallel wird weiter daran gearbeitet, gute Übergänge zu schaffen und das Gemeindeleben aktiv weiterzuentwickeln.
Deutlich wurde an diesem Abend auch, wie wichtig diese Arbeit ist: Der Bauausschuss entlastet die Gemeindeleitung und schafft Freiräume für andere zentrale Themen. Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten – besonders auch Detlef Schütt, der die komplexen Zusammenhänge sehr anschaulich dargestellt hat.
Ein weiterer Blick richtete sich auf den Freundeskreis der Kirche an der Burg: Wiebke Böhmer stellte den Freundeskreis vor, dessen Zweck es ist, den Erhalt und die Weiterentwicklung der Kirche mit Rat, Tat und Geld zu unterstützen. Noch am selben Abend konnte das 41. Mitglied gewonnen werden. Erste Veranstaltungen haben bereits stattgefunden, weitere sind konkret geplant. Der frisch gedruckte Flyer lädt dazu ein, sich zu informieren und mitzumachen.
Am Ende blieb ein Eindruck besonders stark: Viele Menschen interessieren sich für den Weg unserer Gemeinde und möchten ihn mitgehen. Deshalb soll es noch vor den Sommerferien eine weitere Gemeindeversammlung geben – um zu informieren, zu hören, was bewegt, und gemeinsam weiterzugehen.
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